Datenhändler brauchen manchmal nicht mehr, als eine einzige E-Mail-Adresse. In dieser Folge besprechen wir, wieso E-Mail Marketing der Heilige Gral der Werbeindustrie ist. Außerdem lernst du, was Firmen auf Basis deiner E-Mail-Adresse an persönlichen Daten über Dich liefern kann. Wir schauen uns an, wie auf Basis dieser Informationen Werbung zur Manipulation eingesetzt wird. Und wie immer gibt es einen Tipp, mit dem du deine Datenspuren im Netz reduzieren kannst.
Email-Marketing
Email-Marketing ist auch in Zeiten sozialer Medien beliebt, weil eine Liste von Email-Adressen kontrollierbarer ist, als eine Sammlung von “Followern” unter der Kontrolle von Twitter oder Facebook. Zudem sind Werbeemails personalisierbar und die Vorgänge der Werbung automatisierbar.
Beispiel
Die Firma Towerdata [1] und ihr Angebot email-intelligence [2] liefern auf Basis von Email-Adressen Daten an ihre Kunde, z.B. über:
- demographische Daten,
- die Ausbildung,
- Den Haushalt und
- die aktuelle Tätigkeit, aber ebenso über
- das Einkaufsverhalten und
- die Lebenssituation.
Details dazu finden sich in Towerdatas Data-Dictionary [3].
Die Preise pro Datum pro Email sind mit $0.01 und weniger [4] traurig billig.
Verwendung der persönlichen Daten
Verwendet werden die Daten vor allem für personalisierte Werbung. Wenn also die Angebote eines Unternehmen für Dich und Deinen Nachbarn voneinander abweichen, evtl. liegt es an Euren Profilen.
Tipp: Schütze Deine Email-Adresse
Deine Email-Adresse ist wertvoll und sollte entsprechend behandelt werden. Zudem solltest Du mehrere Email-Adressen für verschiedene Situationen besitzen:
* für private Kontakte
* für geschäftliche Kontakte (Bank, Beruf…)
* für soziale Netzwerke und
* für Online-Shopping.
Wähle dabei einen guten Email Anbieter.
Benutze Einweg-Email-Adressen, wenn Du keine längerfristige Bindung mit einem Unternehmen eingehen willst. Gute Anbieter sind
- 10 Minuten Mail [5]
- Die Anonbox des CCC [6]
- One Way Mail [7]
- Tempr.Email [8]
Hier findest Du die gesammelten Tipps für die Sicherheit Deiner Daten und Deiner Privatsphäre.
Der Newsletter der Datenwache
Die Datenwache hat ein Email-Rundschreiben, mit dem Du über die aktuellen Themen informiert wirst. Natürlich werden Deine Daten nicht mit irgendwelchen Datenhändlern geteilt. Mehr dazu findest Du auch in unserer Datenschutzerklärung.
Links:
[1] Towerdatahttps://www.towerdata.com [2] email-intelligence
https://info.towerdata.com/hs-fs/hub/68599/file–439186315-pdf/docs/EmailEnhancement.pdf?t=1533919442799 [3] Data-Dictionary
https://cdn2.hubspot.net/hubfs/68599/White%20papers,%20One%20Sheeters,%20Collateral%20/TowerData%20Data%20Dictionary%202018.pdf [4] Preisrechner
https://www.towerdata.com/email-intelligence/pricing [5] 10 Minuten Mail
https://10minutemail.com/10MinuteMail/index.html [6] Anonbox des CCC
https://anonbox.net [7] One Way Mail
https://onewaymail.com [8] Tempr.Email
https://tempr.email
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im Wortlaut: die komplette Folge zum Nachlesen
Datenwache 005: “Es reicht Deine Email-Adresse…”
Hallo und willkommen zur 5. Datenwache, dem Podcast, in dem es um die Sicherheit deiner Daten und deiner Privatsphäre im Internet geht.
Ich bin Mitch und unser Thema heute sind Datenhändler, die zur Identifikationen nur deine E-Mail-Adresse brauchen. Wir werden uns gleich zunächst mal anschauen, was eigentlich es mit dem Begriff E-Mail-Marketing auf sich hat und warum die E-Mail-Adresse ein so wertvolles Gut ist. Schauen uns dann an was Firmen so Nettes im Angebot haben. Werden dann mal einen Blick darauf werfen, was damit alles möglich ist und welche Gefahren daraus erwachsen. Und natürlich gibt es wie immer den einen Tipp, mit dem ihr eure Datenspuren im Netz deutlich reduzieren könnt.
EMail-Marketing im Online-Geschäft
E-Mail-Marketing, das ist so der Heilige Gral in diesem ganzen Umfeld des Online-Business, des Online-Marketings. Worum geht es da eigentlich genau? Im Prinzip geht es da drum, dass ein Unternehmen möglichst viele Adressen, E-Mail-Adressen von potenziellen Kunden einsammeln möchte. Jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen, warum E-Mail-Adressen, nachdem doch alles irgendwie heute auf Facebook, Twitter und Trallala unterwegs ist. Ist das nicht deutlich angesagter und deutlich cooler?
Kontrolle über die Email-Kontakte
Der Nachteil ist natürlich bei solchen Plattformen, wenn Facebook morgen beschließt irgendwie seine Richtlinien zu ändern oder auf irgendeine Art und Weise so eine Firma pleitegeht, wie es zum Beispiel mit DaWanda jetzt für Handarbeitsprodukte passiert ist, dann ist auf einmal dein gesamter Kundenstamm weg. Bei E-Mail kann im Prinzip passieren, was will, du wirst immer, wenn du deine E-Mail-Adressen hast, irgendwie deine Leute erreichen können. Das heißt die Kontrolle, die du darüber hast, ist natürlich eine ganz andere. Und, das muss man auch sehen, E-Mail ist wunderbar personalisierbar, da gucken wir nachher drauf. Das heißt die Liste von E-Mail-Adressen deiner Kunden, das ist wirklich das, was man haben möchte, wenn man im Internet Geschäfte macht.
Jetzt darf man natürlich nicht reingehen und sagen, alle E-Mails-Listen sind böse. Ihr werdet auch sehen, es gibt gute und es gibt schlechte Verwendungen dafür und natürlich kommt es immer darauf an, was man macht.
Beispiel
Die Firma TowerData, vorher die Firma Rapleaf, behauptet von sich, sie haben 600 Millionen E-Mail-Adressen und haben denen 200 Millionen postalische Adressen zugeordnet. Dann haben sie Zugriff auf 150 Millionen Cookies und zusätzlich noch auf 100 Millionen mobile Werber-IDs. Letztere sind so eindeutige Kennungen für Smartphones, um die bei Werbung auseinanderhalten zu können, damit unterschiedliche Smartphones auch wirklich als unterschiedliche Geräte erkannt werden können.
exemplarisch
Das folgende soll als Beispiel dafür dienen, um dir zu zeigen, wie durchkommerzialisiert dieses ganze System der Werbung ist. Das werden wir auch in der nächsten Folge in 2 Wochen sehen, dass das wirklich ein ganz großer Markt ist und dass wir da zum Teil nicht als Kunden behandelt werden, sondern wirklich nur als Ware und unsere Daten das Produkt eigentlich sind. Und es soll am Ende dieser Folge heute klarwerden, wie schwer es uns gemacht wird, freie Entscheidungen wirklich noch zu treffen.
Email-Intelligence
Ein Produkt, das die Firma TowerData anbietet, nennt sich E-Mail Intelligence.
Die behaupten, für 80 Prozent aller E-Mail-Daten, E-Mail-Adressen, die man denen schickt, können Sie zusätzliche Daten liefern. Sie haben ein schönes Data Dictionary, das sich in den Shownotes verlinkt habe, da kann man sich mal anschauen, was die so alles darunter verstehen, welche Daten die auf Basis deiner E-Mail-Adresse dem Werber liefern können dem Unternehmen.
- Das fängt natürlich an mit so langweiligen Sachen wie demografischen Daten, Geschlecht, Alter, sowas.
- Ein bisschen spannender wird es dann schon, wenn es Richtung der Haushaltsdaten geht:
- Wie wohnt jemand? Ist es eine Mietwohnung, ist es eine Eigentumswohnung? Ist es vielleicht ein Eigenheim, ein freistehendes Häusle?
- Dann kommt natürlich auch gleich die Frage: Was ist denn der Marktwert von dem Ganzen? Solche Daten bietet TowerData dann an.
- Aber auch welchen Job hat derjenige, zu dem die E-Mail-Adresse gehört?
- Welche Ausbildung hat der oder diejenige genossen und
- was sind so die Einkaufsabsichten? Ist das mehr so derjenige, der Klamotten shoppt oder geht es da zum Beispiel um Zubehör für die Haustiere?
- Was ist das Einkaufsverhalten? Ist das jetzt so der schnelle spontane Shopper, der da irgendwie locker immer den Finger über dem Kaufen-Button sitzen hat oder mehr so der Schnäppchenjäger, der dann doch eher bedächtig guckt und dem man mit 5 Angeboten dann mal irgendwie aus der Reserve locken muss?
- Dann gibt es auch noch so ein bisschen delikatere Sachen, also auch solche Sachen wie die aktuelle Lebensphase, ob jetzt die Frau schwanger ist oder nicht, sowas geht halt auch mit ein.
Wie kommt der Werber jetzt an die Daten?
Das Ganze funktioniert jetzt dermaßen. Der Werber, das Unternehmen, schmeißt da jetzt im Prinzip eine E-Mail-Adresse über den Zaun Richtung TowerData und bekommt die Daten entsprechend zurück. Jetzt gibt es da 2 Möglichkeiten, wie das passieren kann. Der kann entsprechend die E-Mail-Adressen als Stapel rüber werfen und bekommt die Daten dann auch irgendwie als Haufen zurück oder aber das Ganze kann dynamisch gehen. Das heißt dann, in dem Moment, wo du irgendwo deine E-Mail-Adresse einträgst, geht die Maschinerie los und 50 bis 300 Millisekunden später hat das Unternehmen dann die Informationen über dich.
jeder Kunde kriegt das, was er verdient
Das bietet natürlich dann schon schöne Möglichkeiten. Das bietet zum Beispiel die Möglichkeit so eine Webseite dynamisch zu machen. Das heißt, wenn es da zum Beispiel um einen Blumenversandhandel geht, dann könntest du mit deiner E-Mail-Adresse vielleicht ganz andere Preise, ganz andere Produkte angeboten kriegen, weil du deinem Schatzi vielleicht gerne mal was ganz Besonderes gönnst und da auch mal durchaus den ein oder anderen Euro für springen lässt, während dein Nachbar jetzt mehr so von der kniepigen Fraktion ist, mit der Hand nicht in die Tasche kommt und sowieso alles, was er kauft, irgendwie, egal wie günstig, immer noch zu teuer ist, dann kriegt der natürlich ganz andere Angebote, dann kriegt der da vielleicht nicht den Mörder Warenkorb.
Was man mit den Daten alles anstellen kann
Das ist alleine schon so ein Anzeichen dafür, was man alles damit machen kann. Die haben in einem ihrer Werbeprospekte, habe ich dir verlinkt in den Shownotes, auch noch ein paar Beispiele dafür, wofür man das alles benutzen kann.
Der erste Eindruck zählt
Ganz klar, man kann damit so den ersten tollen Eindruck, sie nennen das “The Killer First Impression”, hinterlassen. Wenn die Werbung natürlich personalisiert ist und der erste Eindruck sitzt, dann hast du natürlich ein ganz anderes Gefühl wie du dich mit diesem Unternehmen identifizieren möchtest, als wenn das so eine 08/15 Geschichte ist.
Dann kommt es natürlich auch immer auf den Kontext an, wie irgendwie eingekauft wird. Wenn jemand zum Beispiel Comic-Figuren kauft, dann kann das der Nerd sein, der solche Sachen selber sammelt oder er kauft es für seine Kinder ein. Dazu muss man natürlich wissen, wenn er keine Kinder hat, wird es dann unter Umständen wahrscheinlicher, dass er das für sich kauft.
Segmentierung von E-Mail-Listen
Dann werden solche Daten gerne benutzt zur Segmentierung so einer E-Mail-Liste. Das heißt einfach, du nimmst deine E-Mail-Liste, alle E-Mail-Adressen aller Kunden und willst denen so ein bisschen spezielle Eigenschaften zuordnen, um besser trennen zu können, wer kriegt welche Informationen geschickt. Es macht, wenn du ein großes Angebot hast, meinetwegen ein Baumarkt, vielleicht mehr Sinn den Häuslebauern Werbung für neue Gartengeräte zu schicken, den Leuten, die zur Miete wohnen, brauchst du jetzt vielleicht nicht die Werbung für einen neuen Rasenmäher schicken, denen schickst du irgendwie vielleicht was für Balkonmöbel oder so.
Dann geht es am Ende eigentlich immer da drum, Werbung soll personalisiert werden, das heißt sie soll auf die einzelne Person wirklich passen. Die Firma selber liefert da schon ein schönes Beispiel, das erwächst also nicht meiner Paranoia, sondern das ist ein Vorschlag von denen.
das Kind muss nur den richtigen einen Namen kriegen
Wenn man jetzt einen Anbieter hat, der Wellness-Wochenenden verkaufen möchte, dann ist es vielleicht nicht ganz unwichtig zu wissen, wer sitzt auf der anderen Seite und guckt sich diese Werbung an. Weil, wenn das jetzt die Singlefrau ist, dann springt die vielleicht auf eine Werbung eher an, wo man ihr sagt, gönn dir mal selber was, schenk dir mal was, jemand anderes macht es ja nicht. Der verheirateten Frau wird man dann jetzt vielleicht sagen, mal eine Pause von dem ganzen Stress, hier hast du mal ein Geschenk für dich selber. Dem verheirateten Mann würde man vielleicht sagen, Mensch, du suchst noch ein Geschenk für deine Frau? Hier hast du was. Selbes Produkt, 3 unterschiedliche Werbestrategien komplett personalisiert in Abhängigkeit davon, wer guckt drauf. Mit Sicherheit auch eine ganz andere Wirkung auf diejenigen, als wenn du einfach nur sagst, Wellness-Wochenende, mach was draus.
So ein Dienst ist sicher ziemlich teuer
Jetzt könnte man meinen, das klingt so dermaßen wirkungsvoll, das muss richtig teuer sein. Das wäre natürlich schön, wenn dem so wäre, dann wird der Mist vielleicht seltener eingesetzt. Aber de facto ist es so, die rufen pro Datum, pro E-Mail-Adresse, 1 Cent oder weniger auf. Das kommt ein bisschen auf die Menge an, die man kauft, aber im Prinzip ist die Aussage darüber, wie wohnt jemand, wieviel ist das Haus wert, genau 1 Cent pro E-Mail-Adresse wert, wenn diese Informationen zur Verfügung stehen.
Wenn es dir angesichts solcher Machenschaften dann schon anfängt am Gaumen zu kitzeln vor lauter Begeisterung, dann kommt hundertprozentig noch irgendjemand her und erfindet irgendwas, was noch ein bisschen beschissener ist als das.
Da kannst du dir als Unternehmen dann Benachrichtigungen schicken lassen, wenn dein Kunde anfängt bei der Konkurrenz sich jetzt nach Produkten umzuschauen, die du auch hast. Wenn dann du als Baumarkt merkst, dass dein Kunde woanders sich mal umschaut, dann kannst du dem natürlich genau in dem Moment vielleicht mal so die ein oder andere Aufmerksamkeit zukommen lassen und den wieder auf deine Seite ziehen.
Und als ob das nicht reichen würde, gibt’s noch das Feature Deine Besucher auf der Webseite identifizieren zu lassen . Da kannst du dann selbst für potentielle Kunden, die auf deiner Website sind, dir aber noch nicht ihre Daten hinterlassen haben, die Daten zukommen lassen, um dann darüber noch mehr Informationen zu kriegen.
freie Entscheidung – Nur Idioten in der Werbeindustrie?
Das heißt ihr merkt schon, dieses, eine freie Entscheidung zu treffen auf Basis von irgendwie neutralen Informationen, ist mittlerweile fast gar nicht mehr möglich. Diese Werbung wird immer perfider und immer mehr auf uns als Individuum so angepasst, dass wir dieser Manipulation fast nicht mehr entgehen können. All diejenigen, die behaupten, dass sie auf Werbung nicht reinfallen, behaupten eigentlich damit, dass diese Milliarden und Abermilliarden schwere Industrie nur von kompletten Vollidioten betrieben wird, weil die alle gar keine Ahnung haben. Alle, die Werbung buchen, Werbung drucken, Werbung ausliefern, Werbung gestalten, alle doof, keine Ahnung, wir kaufen ja nur komplett neutral und unabhängig. Glaubt natürlich kein Mensch und ist natürlich auch kompletter Schwachsinn.
Ganz klar, wir müssen gucken, dass wir personalisierte manipulierende Werbung erkennen und das soweit wie möglich vermeiden, aber uns davor schützen ist schwer und es einfach ignorieren und neutral eine Entscheidung treffen, ist schwierig.
USA vs. EU – Danken wir mal der DSGVO
Wir müssen uns auch darüber im Klaren sein, viele von den Maßnahmen hier passieren natürlich deutlich mehr in den USA als sie zum Beispiel im Augenblick in Deutschland oder Europa passieren. Da können wir wirklich froh sein, dass wir mit der Datenschutz-Grundverordnung eine Richtlinie haben, die uns vor solchen Machenschaften auch zum Teil schützt.
Die amerikanischen Zustände kommen sicher auch nach Europa
Aber ganz klar, Amerika ist, was sowas angeht, Vorreiter und wir werden uns dieser Situation auch in Deutschland und in Europa stellen oder stellen müssen. Das heißt das nächste Mal, wenn sich jemand bei euch beklagt oder ihr genervt seid, weil ihr irgendwelche Cookie-Richtlinien wegklicken müsst, genießt vielleicht mal den Moment euch zu überlegen, das ist in Amerika nicht der Fall und die werden nicht darüber aufgeklärt in solchen Popups, welche Daten an welche Firmen weitergegeben werden. Das rettet uns vielleicht doch noch ein bisschen den Arsch. Also schaut vielleicht da mit einem bisschen anderen Blick drauf.
Der Tip für mehr Privatsphäre
Ganz klar, ihr solltet mit eurer E-Mail-Adresse vorsichtig sein.
Überlegt euch, wo ihr die wem gebt, also jetzt vielleicht weniger im Privaten, aber auch da, aber habt vor allen Dingen mehrere E-Mail-Adressen für verschiedene Anwendungen und vor allen Dingen benutzt sogenannte Burner E-Mail-Adressen, also Einweg- oder temporäre E-Mail-Adressen. Da gibt es durchaus verschiedene Anbieter, die dann E-Mail-Adressen generieren, die nur für zehn Minuten funktionieren oder ein paar Stunden oder nur einmal gelesen werden können. Das ist dafür, wenn ihr euch auf einer Seite anmelden wollt und die wollen eure E-Mail-Adresse. Gebt sie denen und dann ist die nach 10 Minuten weg, dann könnt ihr einmal so diesen Handshake machen mit dem Anmelden, Verifizieren und euch einloggen und dann ist gut. Wenn ihr dann dauerhaft bei denen bleiben wollt, dann könnt ihr immer noch eure E-Mail-Adresse ändern.
Hier findest Du die gesammelten Tipps für die Sicherheit Deiner Daten und Deiner Privatsphäre.
Es gibt natürlich gute EMail Anbieter, die sowas auch anbieten. Also Mailbox.org zum Beispiel verkauft E-Mail-Konten für einen Euro im Monat, da kriegt ihr wirklich was Seriöses und ihr könnt euch bei denen auch Einweg-Adressen erzeugen lassen.
Zusammenfassung
Damit kommen wir auch schon zur Zusammenfassung. Wir haben darüber gesprochen, was E-Mail-Marketing, Email-Werbung ist und warum das so interessant ist für die Online-Industrie, haben uns mit der Firma TowerData ein Beispiel angeschaut, wie Datenhandel auf Basis von E-Mail-Adressen funktioniert und welche Gefahren daraus erwachsen. Wie gesagt als Tipp, nehmt einfach mal für euch mit, überlegt euch, wie ihr mit euren E-Mail-Adressen umgeht, welche E-Mail-Adressen ihr wofür verwendet und benutzt öfter mal Einweg E-Mail-Adressen.
Die Links findet ihr in den Shownotes und weil es das Feedback gab, dass die Informationsdichte hier in dem Podcast, vor allen Dingen, wenn man nicht so tief in dem Thema drin ist, vielleicht relativ hoch ist, ihr findet die gesamten Texte dieses Podcast als Transkription auf der Webseite zum Nachlesen. Das heißt da könnt ihr immer noch mal irgendwie gucken, wenn euch Teile vielleicht unklar sind, ihr noch was nachlesen wollt.
in eigener Sache
Noch eine Anmerkung in eigener Sache. Ihr findet unter www.datenwache.de auch einen Newsletter, in den ihr euch eintragen könnt, um dann informiert zu werden, wenn es Neuigkeiten rund um die Wache gibt. Die Daten werden natürlich selbstverständlich nicht mit irgendwelchen dubiosen Werbefirmen oder sonst was geteilt, das ist glaube ich selbstverständlich. Könnt ihr aber auch nochmal nachlesen in der Datenschutzerklärung und da findet ihr dann ausführlich beschrieben, welche Daten wo verarbeitet werden.
Wir hören uns dann hoffentlich in 2 Wochen wieder, wenn es heißt, Werbung im Netz, was verbirgt sich eigentlich hinter diesen lustigen bunten Bildchen, die mich immer vom eigentlichen Inhalt der Seite ablenken?
Bis dahin verbleibe ich, alles Gute!
Euer Mitch.